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Rheumatoide Arthritis (RA)

 

 

Definition

Die rheumatoide Arthritis (RA), früher auch «chronische Polyarthritis» genannt, ist die häufigste autoimmun-entzündliche Gelenkerkrankung. Eine detaillierte Beschreibung zu dieser Erkrankung aus medizinischer Sicht unseres Ehrenmitglieds Dr. med. Thomas Langenegger finden Sie hier.

 

Leben mit RA

Hier finden Sie Informationen zum «Leben mit rheumatoider Arthritis», zu «Ernährungsempfehlungen», zu den Themen «Rheuma und Schwangerschaft» sowie «Eltern sein mit Rheuma» und die Wegleitung «Mit Bewegung durch den Tag». Hier können Sie ebenfalls unseren «Ausweis RA» bestellen.

 

Checkliste

Falls Sie unsicher sind, ob Sie an einer solchen Form der Gelenkentzündung leiden, hilft Ihnen folgende Checkliste weiter:

 

  • Beim Erwachen sind Ihre Finger, Hand- oder Fussgelenke steif und geschwollen. Nach einiger Zeit bessern sich die Symptome, am nächsten Tag treten sie erneut verstärkt auf. Sie fühlen sich müde und abgeschlagen.

  • Sie fühlen sich müde und abgeschlagen.
  • Ohne vorausgehende Verletzung sind Ihre Knie, Schultern oder Fussgelenke schmerzhaft geschwollen.
  • Es sind die Gelenke der rechten und der linken Körperseite betroffen.
  • Die geschwollenen Gelenke sind sehr druckempfindlich, gummiartig, jedoch selten gerötet.

  • Die Hände sind kraftlos. Ein Faustschluss wird schwierig.

  • Schmerzmittel bringen nur kurzfristige Erleichterung.
  • Familienangehörige ersten Grades leiden ebenfalls an einer rheumatoiden Arthritis.

Wie weiter?

Falls Sie einige dieser Symptome bei sich feststellen, sollten Sie unbedingt einen Rheumatologen aufsuchen. Es besteht der Verdacht auf eine rheumatoide Arthritis. Eine sorgfältige Untersuchung mit bildgebenden Verfahren und modernen Labortests kann die Diagnose bestätigen. Die Differenzialdiagnose (Abgrenzung zu anderen Gelenkerkrankungen) kann schwierig sein. Auch wenn typische Antikörper in der Blutuntersuchung negativ sind (Rheumafaktor, CCP-Antikörper) ist die Diagnose einer rheumatoiden Arthritis nicht ausgeschlossen – sie wird dann als «seronegativ» bezeichnet.

 

Nur eine frühe Erkennung der Erkrankung und Behandlung kann möglicherweise einer Gelenkzerstörung vorbeugen! Mehr Informationen finden Sie auch in unserem info-Heft Nr. 146. Rauchen, grössere Mengen Alkohol und Übergewicht gehören zu den Risikofaktoren.

 

Behandlung

Ist die Diagnose einmal gestellt (Symptome, klinische Untersuchung, Labortests, Bildgebung) öffnet sich ein Zeitfenster von etwa vier Monaten, in dem man die individuell beste Therapie finden sollte. Der Rheumatologe wird Ihnen zuerst Methotrexat, häufig in Kombination mit einem Kortisonpräparat, empfehlen, um das Behandlungsziel zu erreichen. Ziel kann beispielsweise sein: keine schmerzhaften oder geschwollenen Gelenke mehr, keine Entzündungen mehr, keine Gelenkdestruktionen mehr, normale Lebensqualität, normale Gelenkfunktion, normale Aktivitäten im Alltag (Beruf und Freizeit), keine oder weniger Begleiterkrankungen, eine übliche Lebenserwartung usw. Wird das Ziel in der genannten Zeitspanne nicht erreicht, in Fällen, wo man dieses Ziel in der gesetzten Frist nicht erreichen kann, ist ein Wechsel der Therapie-Strategie angesagt. Oberstes Ziel ist eine zufriedenstellende Lebensqualität und die Erhaltung der Funktionen im Alltag (siehe auch Flötenspieler).

 

Hilfsmittel

Hilfsmittel können den Alltag sehr erleichtern.

 

Moderne Medikamente

Die medikamentöse Therapie der Erkrankung hat sich dank sehr intensiver Forschung in den letzten Jahren enorm weiterentwickelt und mit dem Einsatz der Biologika revolutioniert, insbesondere die Gelenkzerstörung betreffend. Dank dieser neuen Gruppe von Medikamenten ist es gelungen, dass in der heutigen Zeit die Gelenkzerstörungen nicht mehr so massiv ausfallen wie in früheren Zeiten (noch vor 20 Jahren). Zusätzlich zeigen aktuelle Studien, dass die Sterblichkeitsrate darunter deutlich abnimmt. Der medizinische Beirat unserer Vereinigung, Dr. med. Adrian Forster, gibt Ihnen dazu sehr interessante Informationen.

 

Was noch?

Da bei 90 Prozent der Patienten die Hände betroffen sind, haben nicht-medikamentöse Verfahren, wie etwa eine spezielle Handtherapie (Ergotherapie) oder eine Kräftigungs-Therapie, einen festen Platz im Therapiemanagement der Betroffenen mit Gelenksdeformitäten und funktionellen Beeinträchtigungen.

 

Weitere Informationen

Weitere Links und Informationen zu Beratungen finden sich hier.