Richtlinien für das Sponsoring
Die Schweizerische Polyarthritiker-Vereinigung (SPV) hält sich an die Grundsätze über das Sponsoring von Patientenorganisationen, welche von der Schweizerischen Arbeits-gemeinschaft für Patienteninteressen (SAPI) erarbeitet wurden. Die Grundsätze beinhalten die Wahrung der Unabhängigkeit, Transparenz und Ehrlichkeit, Datenschutz und die Festlegung von Rechten und Pflichten.
Es ist heute eine Tatsache, dass gemeinnützige Organisationen wie auch die SPV einzelne Projekte über Sponsoring finanzieren müssen; etwas das auch in diesen Richtlinien grundsätzlich nicht beanstandet wird. Der Begriff „Sponsoring“ wird dabei für jede Form einer namhaften, finanziellen Unterstützung verwendet, welche nicht völlig uneigennützig erfolgt. Die Grundsätze dienen deshalb der SPV als Richtlinien in der Zusammenarbeit mit Sponsoren, um Missbräuche zu verhindern und die Unabhängigkeit sicherzustellen.
Bis anhin war das Sponsoring von den meisten Firmen eine uneigennützige Geste der SPV gegenüber gewesen. Inzwischen wird von vielen Firmen (ausser, der in der Schweiz domizilierten Pharmafirmen) ein Vertrag ausgehandelt mit dem Ziel, dass eine sogenannte „win-win“ Situation entsteht. Der Betrag und die von uns zu erbringenden Leistungen sowie Rechte und Pflichten von beiden Seiten werden schriftlich festgehalten.
Unter dem Begriff „direct to consumer Marketing“ finanzieren die Pharmafirmen heute nicht mehr nur Projekte von Selbsthilfegruppierungen und Patientenorganisationen, sondern lancieren vermehrt selber Projekte, erstellen Broschüren, Ordner und Patienten-dienstleistungen-Angebote, zu welchen sie unsere Flyers oder andere Angebote beilegen wollen. Das führt vermehrt zu Versuchen von Einmischung und Vermischung der Interessen, denen wir mit klaren Richtlinien Einhalt gebieten müssen.
Damit wir in Zukunft eine klare Haltung der SPV vertreten können, sind folgenden Grundsätze festzuhalten.
Ziele der ethischen Richtlinien: Die SPV und ihre Vertreter (Präsidium und Vorstand) dürfen nicht zu Werbezwecken der Firmen missbraucht werden. Die SPV bleibt jederzeit inhaltlich und redaktionell unabhängig von den Sponsoren.
Ziele der ethischen Richtlinien: Die SPV und ihre Vertreter (Präsidium und Vorstand) dürfen nicht zu Werbezwecken der Firmen missbraucht werden. Die SPV bleibt jederzeit inhaltlich und redaktionell unabhängig von den Sponsoren.
Konkrete Massnahmen:
- Flyers und Broschüren der SPV werden nur durch die SPV, Rheumaligen und Patientenorganisationen sowie Gesundheitsinstitutionen verteilt.
- Die SPV gibt keine Adressen und Daten von Betroffenen und Angehörigen und weiteren Mitgliedern der SPV an Dritte weiter ohne Rücksprache.
- Logos von Firmen werden nur noch mit Vereinbarungen und win-win Situationen von der SPV eingesetzt (info, Internet, Broschüren etc.)
- Sponsoring einer SPV-Veranstaltung erfolgt von mindestens zwei Firmen. Die Festlegung der Inhalte und die Auswahl der Referenten, die Organisation als auch die finanzielle Abwicklung ist grundsätzlich immer in der Verantwortung der SPV.
- Informationsmaterial von Sponsoren darf nur in Absprache mit der SPV erfolgen; jedoch immer nur getrennt von den Unterlagen der SPV. Die Teilnahme von Vertretern der Sponsoren an von ihnen unterstützten SPV-Veranstaltungen wird nach Rücksprache mit der SPV geregelt.
- Auf Flyer, Broschüren, Einladungen etc. darf kein Logo von nur einer Firma gedruckt werden.v vDas Logo der SPV darf in Broschüren von Firmen nicht verwendet werden; die Aufführung der Adresse der SPV ist nur nach Rücksprache mit dem Präsidium gestattet.
- Die Mitarbeit von Vertretern der SPV (Präsidium und Vorstand) bei Projekten oder Grundsatzpapieren der Firmen ist nicht gestattet.
